28.7.2004
Verfasst von Thorsten Wichmann
am 28.07.2004, 13:58 | IT, Internet & Innovation
In der Zeit des E-Business-Hype wurde die Nutzung von Internet und IT für den Einkauf von Unternehmen vor allem mit einem identifiziert: Online-Auktionen und Online-Verhandlungen. Einkäufer, so die Idee, sollten diese neuen Technologien nutzen können, um Verhandlungen mit Lieferanten schneller durchführen und günstigere Preise erzielen zu können.
Jetzt zeigt die neue Studie „IT im Supply Management 2004“ von Berlecon Research, dass Einkaufsverantwortliche Deutschlands in großen Unternehmen der Schuh an einer ganz anderen Stelle drückt: Sie erwarten von der IT Unterstützung bei den normalen Beschaffungsprozessen.
72 Prozent der Befragten in Unternehmen, die IT in der Beschaffung nutzen, sehen in der Entlastung von administrativen Aufgaben ein starkes oder sehr starkes Verbesserungspotenzial für das Beschaffungsmanagement. Aber auch der besseren Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen oder der stärkeren Einbindung in strategische Entscheidungen des Unternehmens wird ein großes Potenzial bescheinigt. In technischen Tools für Online-Verhandlungen sehen dagegen weniger Einkaufsverantwortliche eine Möglichkeit, ihre Aufgaben in der Beschaffung besser wahrzunehmen.
Die Ergebnisse der Studie stehen im Einklang mit der Beobachtung, dass in vielen Unternehmen das strategische Beschaffungsmanagement immer stärker an Bedeutung gewinnt, nicht zuletzt durch die Fokussierung von Unternehmen auf Kernkompetenzen und dadurch abnehmende Fertigungstiefe. Mit diesem Bedeutungszuwachs wird der Beschaffungsprozess deutlich komplexer, und die Anforderungen an das Beschaffungsmanagement steigen. Spezielle IT-Lösungen, die oft unter dem Begriff Supplier Relationship Management (SRM) zusammengefasst werden, versprechen für die Einkaufsseite das gleiche wie CRM für Verkauf und Marketing: einen besseren Fluss der relevanten Informationen im Unternehmen, eine engere Beziehung zwischen Lieferanten und Unternehmen und schließlich Einsparungen bei den Prozesskosten.
Die derzeit und in naher Zukunft in den verschiedenen Beschaffungsbereichen eingesetzten IT-Tools spiegeln die Prioritäten der Beschaffungsverantwortlichen gut wider. So sind im Bereich des E-Sourcing IT-Tools für die Durchführung und Auswertung von Ausschreibungen – weitgehend eine Routinetätigkeit – am wichtigsten: etwa 70 Prozent der Unternehmen haben sie im Einsatz oder planen dies. Auch der Lieferantenrecherche in Online-Lieferantenpools – Grundlage für den Aufbau von Kontakten zu Alternativlieferanten – kommt fast die gleiche Bedeutung zu. Im Vergleich dazu sind Tools für Online-Auktionen (bei 34 Prozent im Einsatz oder geplant) und Online-Verhandlungen (17 Prozent) relativ unbedeutend.
Insgesamt lassen die Befragungsergebnisse ein durchaus interessantes Marktpotenzial für spezifische Beschaffungslösungen in allen Bereichen des Supplier Relationship Management (SRM) erkennen. Nach Einsatz und Plänen für 27 konkrete IT-Lösungen in der Beschaffung ist gefragt worden, für 10 Lösungen haben mehr als 20 Prozent der Unternehmen konkrete Pläne für die nächsten zwei Jahre bekundet, für 13 Lösungen zwischen 10 und 20 Prozent der Unternehmen. Dabei kommt besonders den etwas kleineren Unternehmen eine wichtige Rolle zu, denn die Ausstattung mit Informationstechnologie bei großen Unternehmen ist im Regelfall bereits besser, während kleinere Unternehmen hier noch Aufholpotenzial haben.
Allerdings sind die vorgesehenen Budgets vergleichsweise gering, so dass sich zeigen muss, ob diese Pläne auch in die Realität umgesetzt werden können. Kostengünstige Lösungen dürften angesichts der knappen Budgets Vorteile haben.
Auch mit Branchenfokussierung können IT-Anbieter punkten. 87 Prozent der Einkaufsverantwortlichen, die in ihrem Unternehmen SRM-Konzepte umsetzen wollen, verlangen von den Anbietern zunächst einmal Branchenkompetenz. Einen großen Stellenwert nimmt aber auch die Kompetenz für die relevanten Beschaffungskategorien und Warengruppen ein. Im Vergleich dazu ist etwa die Größe des Anbieters relativ unbedeutend.
Die Studie zeigt einmal mehr, dass auch nach dem Ende des E-Business-Hypes IT- und Internet-basierte Lösungen einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Produktivität leisten können.
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21.7.2004
Verfasst von Thorsten Wichmann
am 21.07.2004, 16:32 | Digital Consumer & Marketing | IT, Internet & Innovation
Noch ist das Thema Weblogs in Deutschland nicht richtig zum Laufen gekommen, beginnt schon die Konsolidierung der Hosting-Landschaft. Wie heise berichtet, “fusioniert” myblog.de, der Host mit den meisten Weblogs nach Zählung von blogg.de mit 20six.
Nico Wilfer, der myblog.de aufgebaut und alleine betreut hat, will sich seinem Studium widmen, außerdem gestaltet sich die alleinige Betreuung und auch die Finanzierung der Plattform zunehmend schiwerig, da die Zahl der Nutzer steigt, so 20six.
Mit dem Zusammenwachsen der beiden Dienste bekommt 20six einen lange ersehnten Wachstumsschub – bislang ist die Nachfrage nach Blog-Hosting in Deutschland bei 20six nach Presseberichten noch nicht so gut wie in den anderen Ländern, in denen das Unternehmen präsent ist. 20six ist durch die Transaktion mit Abstand die Nummer 1 in Deutschland geworden, wenn man die Zahlen von Blogg.de zugrunde legt.
Interessant ist natürlich die Frage, ob Blog-Hosting überhaupt ein sinnvolles allein tragfähiges Geschäftsmodell ist oder ob Weblogs mittelfristig nicht nur “Features” von Diensten sind. Freenet und AOL z.B. bieten beide Weblog-Hosting an, auch zu Community-Sites wie uboot.com passt das Feature. Und technisch ist das Weblog-Hosten nicht gerade eine große Herausforderung. Blogger.com in den USA, die zu Google gehören, haben mit der Schaltung von Textwerbung wenigstens noch ein überzeugendes Geschäftsmodell. Man darf also gespannt sein, wie’s weitergeht…
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20.7.2004
Verfasst von Thorsten Wichmann
am 20.07.2004, 9:57 | IT, Internet & Innovation
Ross Mayfield, CEO von Socialtext hat einen netten Übersichtsbeitrag zu “Commodification” in der Softwareindustrie geschrieben (Tech Commodities 101), der auf einen Beitrag von Jonathan Schwartz, President & COO von Sun in seinem Weblog reagiert.
Im Prinzip steht hinter der Diskussion die Frage, ob Software zunehmend zu einem “Commodity” wird, also zu einem austauschbaren Gut, das hautpsächlich über den Preis verkauft wird. In einem solchen Markt ist die Konkurrenz so stark, dass die Gewinne wegkonkuriert werden. Schaut man sich die hohen Margen von Microsoft und anderen Softwareanbietern an, ist nur verständlich, dass Softwareanbieter versuchen, diese Einflüsse beser zu verstehen.
Ross Mayfield geht auch auf die Rolle von Open Source Software in diesem Prozess ein und auf die Motivation von Unternehmen, sich in OSS-Projekten zu engagieren. Seine Argumente passen gut zu den Gründen, die wir im FLOSS-Projekt herausgerabeitet haben.
P.S.: Wer kennt ein gutes deutsches Wort für “Commodification”? Verrohstoffisierung? Massengüterisierung?
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15.7.2004
Verfasst von Thorsten Wichmann
am 15.07.2004, 17:36 | Digital Consumer & Marketing | IT, Internet & Innovation
Auf dem BlogTalk in Wien hat ein Beitrag für besonders viel Furore gesorgt und es sogar bis zu heise und ins heute journal geschafft: Der Vortrag von Nico Lumma zur Zahl der Weblogs in Deutschland. 14.500 sollen es sein, davon etwa 7.500 aktive.
Die Presse hat daraus erst einmal eine Gegenüberstellung der aktiven Weblogs in Deutschland mit allen Blogs in den USA gemacht und kommt auf 7.500 (D) zu 3,5 Mio (USA) und damit zu der aktuell üblichen negativen Einschätzung, was Nico Lumma zu recht auf seinem Weblog kritisiert hat. Die Entlassungswellen in den Medien machen sich halt etwas bemerkbar…
Auf den zweiten Blick sieht das Verhältnis weit weniger dramatisch aus: So ist die Zahl der Blogs von Lumma sicher zu niedrig. Vergleicht man etwa die Zahlen auf den Homepages von Blogigo und Myblog mit den aus der Präsentation errechneten, weist Lumma die Zahl der Weblogs nur etwa halb so hoch aus wie die Betreiber selbst. Außerdem fehlen einige gewichtige Anbieter. Freenet z.B. hostet alleine etwa 3.000 Weblogs. Fasst man diese Ergebnisse zusammen, dürfte eine Größenordnung von 35-40 Tsd. die Realtität sehr viel besser darstellen als 14.500.
In Nordamerika ist die Zahl der Blogs deutlich höher. Perseus kam im Herbst 2003 auf die Zahl von gut 4 Mio. Weblogs bei speziellen Hostern, von denen etwa 1,4 Mio. aktiv waren. (Darin enthalten auch Weblogs von Nichtamerikanern, nicht enthalten aber Blogs, die selbst betrieben werden). Also ist 4 Mio. sicher eine gute Zahl für eine Daumenkalkulation.
In Nordamerika gibt es aber auch mehr Internet-Nutzer. Fasst man Kanada und die USA zusammen, sind es etwa vier mal so viele wie in Deutschland. Selbst bei gleicher Bloggingintensität könnte man in Deutschland also nur etwa eine Million Blogger erwarten. Treibt man dieses Spielchen mal für die Zahl der aktiven Weblogs oder für die häufig genannten 3,5 Mio. amerikanischen Blogs, wird der Abstand noch kleiner.
Zusammengefasst: Bereinigt um die Landesgröße und die Untererfassung der Blogs in Deutschland sind in den USA über den Daumen gepeilt etwa 20-30 mal so viele Weblogs am Start wie in Deutschland, nicht 470 mal so viele, wie die Presseberichterstattung suggeriert.
Das kann man jetzt bejammern, man kann es aber auch als Marktlücke sehen und sich hineinstürzen. Immerhin zeigen alle Zahlen, dass die Anzahl der Weblogs in Deutschland ständig steigt.
P.S.: Dank an Martin Röll für eine kurze Diskussion zum Thema.
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Verfasst von Nicole Dufft
am 15.07.2004, 12:30 | Digital Consumer & Marketing
Die OECD hat diese Woche einen Teil ihres „OECD Information Technology Outlook 2004“ vorab veröffentlicht. In dem Report „Peer to Peer Networks in OECD Countries“ werden Zahlen zur Nutzung von P2P-Netzwerken in den OECD Ländern zusammengetragen. In der entsprechenden Pressemitteilung stolperte ich über folgende Aussage: “Last fall, for example, in Germany, video files made up over 35% of the total of downloaded content“. Diese Zahl erschien mir insofern sehr hoch, als die Möglichkeit in Deutschland legal Videos herunter zu laden bisher noch sehr begrenzt sind. Zu den wenigen Anbietern zählen beispielsweise T-Online Vision und Arcor mit ihren Video-on-Demand Diensten. Würden tatsächlich 35% aller in Deutschland über das Internet heruntergeladenen Inhalte Videos sein, so stünden diese wenigen legalen Anbieter einem riesigen illegalen Angebot gegenüber.
Bei genauerem Lesen des OECD-Reports zeigt sich jedoch, dass nicht 35% aller aus dem Internet heruntergeladenen Dateien Videos sind, sondern dies nur für Dateien gilt, die über das P2P-Netz KaZaA herunter geladen wurden. Das relativiert die Aussage der OECD natürlich erheblich.
Nichtsdestotrotz zeigt sich ähnlich wie beim Angebot von digitaler Musik auch hier, dass die legalen Angebote von Video-Diensten über das Internet der bestehenden Nachfrage deutlich hinterherhinken.
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14.7.2004
Verfasst von Joachim Quantz
am 14.07.2004, 15:26 | IT, Internet & Innovation
BPEL (Business Process Execution Language) ist ein Web Services Standard zur Modellierung von Worfklows. Mit BPEL können in WSDL (Web Services Description Language) modellierte Web Services zu komplexen Prozessen kombiniert werden.
Nachdem BPEL 1.1 im Mai 2003 von BEA, IBM, Microsoft, SAP und Siebel veröffentlicht wurde, sind nun die ersten Produktversionen mit BPEL-Unterstützung auf dem Markt bzw. in Vorbereitung (siehe zum Beispiel die Übersicht auf BPELSource). Mit ActiveBPEL gibt es auch schon eine Open Source Engine für BPEL.
BPEL wird dabei nicht nur von Softwareherstellern im Bereich Web Services und EAI unterstützt, sondern auch von Anbietern in den Bereichen Prozessmodellierung und Workflow (wie z.B. PIKOS). Somit kann BPEL die technologische Basis für eine zunehmende Konvergenz dieser Bereiche hin zum Business Process Management (BPM) bilden. (Siehe auch die Berlecon-Kurzanalyse zum Thema BPM.)
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Verfasst von Joachim Quantz
am 14.07.2004, 14:19 | IT, Internet & Innovation
Im Rahmen des Business Process Management (BPM) stellt sich bei vielen Unternehmen die Frage, wer eigentlich für einen bestimmten Prozess verantwortlich ist. Häufig gibt es lediglich Verantwortliche für die einzelnen einer Abteilung oder einer Anwendung zugeordneten Prozessteile, aber keinen Verantwortlichen für den Gesamtprozess. Da Geschäftsprozesse fast immer mehrere Abteilungen und Anwendungen umfassen, ist die Etablierung von Prozessverantwortlichen nicht gerade trivial. Einige Firmen erwägen daher inzwischen sogar, die Position eines Chief Process Officers (CPO) einzuführen.
Michael Hammer, The Chief Process Officer?, Optimize (March 2004)
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Verfasst von Thorsten Wichmann
am 14.07.2004, 10:43 | IT, Internet & Innovation
Heise berichtet über die ewige Frage der Konkurrenz von Microsoft zu SAP. Laut Microsoft-CEO Ballmer fokussiert sich Microsoft voll auf den Mittelstand und kleinere Unternehmen. Da liegt für Ballmer auch ausreichend Potenzial:
“Wenn wir weltweit eine Marktdurchdringung mit unseren Business Solutions hätten wie in Dänemark, würden wir in diesem Bereich zehn Mal so viel Umsatz machen wie heute. Mein Ziel ist es also, die ganze Welt in drei Jahren dänisch zu machen.”
Dieser Fokus klingt zumindest logisch. Microsoft ist gut bei der Entwicklung von Standardsoftware für Massenmärkte, im Marketing und im Handling des indirekten Vertriebskanals. Das Großkundengeschäft dagegen verlangt sehr viel mehr Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse und auch den einen oder anderen direkten Vertragsabschluss beim Golfspielen. SAP ist da sicher erfahrener.
Lässt man das mal so stehen, bleiben zwei interessante Fragen:
- Sieht das amerikanische Department of Justice das ähnlich? Dann wäre Microsoft eher kein potenzieller Mittbewerber auf dem Markt für Unternehmensssoftware für Großunternehmen und der Aufkauf von Peoplesoft durch Oracle gefährdet.
- Wo verläuft eigentlich die Grenze von Mittelstand zu Großunternehmen? Eine verbindliche Definition gibt es ja nicht, und selbst Unternehmen mit mehreren Tausend Mitarbeitern können eine mittelständische IT haben. Da ist also viel Platz für Interpretation.
Wie viele richtig große Unternehmen gibt es eigentlich in Dänemark?
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12.7.2004
Verfasst von Thorsten Wichmann
am 12.07.2004, 18:56 | Digital Consumer & Marketing
C|Nets News.com hat eine interessante Geschichte über den Einfluss der iPod-Verbreitung auf den Kopierschutz von CDs. Nach dem Bericht bekommen SunnComm und Macrovision, laut News.com die beiden wichtigsten Anbieter von CD-Kopierschutz, so viele Anfragen zur (In-)Kompatibilität des Kopierschutzes mit iPod, dass jetzt neue Lösungen geplant sind, die auch Kopien auf PCs und portablen Music Playern wie dem iPod zulassen.
Was mal wieder zeigt, wie mächtig doch Konsumenten sein können, wenn’s nur ausreichend viele sind.
DRM und Konsumenten ist übrigens auch das Thema vom Projekt INDICARE.
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Verfasst von Joachim Quantz
am 12.07.2004, 13:44 | Mobility & Business Communications
Jim Louderback hat einen sehr unterhaltsamen Artikel geschrieben, der sich mit dem Einsatz neuer Kollaborationstechnologien in Unternehmen beschäftigt. Für jede Technologie skizziert er kurz,
- wie sie missbraucht werden kann,
- wie die IT-Abteilung versuchen wird, ihren Einsatz zu verhindern
- welche Einsatzvarianten sinnvoll sind
Im Einzelnen werden folgende Kollaborationstechnologien betrachtet:
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1.7.2004
Verfasst von Thorsten Wichmann
am 01.07.2004, 18:43 | Digital Consumer & Marketing
Am 29.6. fand im Rahmen der CDU-Medianight ein Workshop zum Thema “Musikindustrie im Umbruch” statt. Das Podium war ganz interessant besetzt, u.a. mit Gerd Gebhardt (Phonoverbände), Dieter Gorny (Viva) und Peter Schwenkow (Deutsche Entertainment).
Zwei Bemerkungen von Schwenkow fand ich besonders interessant. Zum einen, dass die angebliche Krise der Musikindustrie nur eine Krise der Tonträgerindustrie sei. Die Veranstalter seinen davon nicht betroffen, der Umsatz liege in Deutschland sogar höher als der für die Tonträgerindustrie. Zum zweiten, dass man sich als Dienstleister verstehen müsse, der Künstler und Publikum zueinanderbringt. Die eigenen Produktideen sollten dahinter zurückstehen. Das heisst natürlich, dass sich die Dienstleister an die geänderten Rahmenbedingungen anpassen müssen und Ende der Diskussion. Beides nicht so wahnsinnig neu, aber doch irgendwie erhellend.
Die Zusammenfassung auf der Website gibt die unterschiedlichen Positionen nur eingeschränkt wieder, im Vordergrund stehen doch die von der Partei vorangetriebenen Themen. Man hört halt bevorzugt das, was man hören möchte…
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