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31.8.2004

Nick Carr und die Bedeutung der IT

Verfasst von Joachim Quantz am 31.08.2004, 11:48 | IT, Internet & Innovation

Im Mai letzten Jahres veröffentlichte Nick Carr in der Harvard Business Review einen vieldiskutierten Artikel mit dem provakativen Titel “IT Doesn’t Matter”. Jetzt ist ein Buch von ihm erschienen, das im wesentlichen die Thesen des Artikels ausführt, aber einen etwas gemäßigteren Titel trägt: “Does IT Matter? Information Technology and the Corrosion of Competitive Advantage”.

Carrs Grundthese besagt, dass IT eine Infrastruktur-Technologie ist. Als solche entwickelt sie sich wie Eisenbahn oder Elekrizität immer mehr zum Allgemeingut und wird einzelnen Firmen keine Wettbewerbsvorteile mehr bringen. Firmen sollten sich daher im Bezug auf IT-Investionen defensiv verhalten.

Kurz nach Erscheinen des Originalartikels hat Berlecon in einem Newsletter die wichtigsten Thesen von Carr diskutiert. Dabei haben wir insbesondere darauf verwiesen, wie wichtig und komplex das Zusammenspiel zwischen Unternehmensprozessen und IT ist:

“In Wirklichkeit können besonders solche Unternehmen ihren Vorsprung gegenüber Mitbewerbern ausbauen, die das Zusammenspiel zwischen Prozessen und IT besonders gut beherrschen. Unternehme also, die wissen, welche Prozesse sich durch welche IT-Lösungen besonders gut unterstützen lassen und die auch wissen, mit welchen Managementmethoden die Mitarbeiter dazu gebracht werden können, die Veränderungen durch zunehmenden IT-Einsatz zu akzeptieren und deren neuen Möglichkeiten bestmöglich auszunutzen.”

Ähnlich argumentiert der Artikel Does Nick Carr matter? auf News.com: natürlich schaffen IT und IT-Investitionen alleine keinen Wettbewerbsvorteil. Es kommt vielmehr darauf an, wie Firmen IT nutzen. Und da bietet IT ein deutlich breiteres Nutzungsspektrum als die von Carr als Vergleich zitierten Infrastrukturtechnologien wie Eisenbahn oder Elektrizität.

Der Artikel betont auch, dass Carr die strategische Bedeutung der Defensive unterschätzt:

“In business, if you don’t make the defensive technology investments to keep up with the productivity and efficiency gains of your industry peers, you simply lose.”

Somit wird IT auch in der Zukunft weiter eine wichtige Rolle spielen, selbst wenn die Zeitspannen, in denen Firmen von innovativen Lösungen profitieren können sehr viel kürzer geworden sind als vor 10, 20 oder 30 Jahren.

27.8.2004

EU plant Studie zu “Softwarepatenten”

Verfasst von Thorsten Wichmann am 27.08.2004, 11:21 | IT, Internet & Innovation

Zu umstrittenenen Richtlinie über “computerimplementierte Erfindungen” gibt die EU-Kommission jetzt eine umfangreiche Studie in Auftrag, wie der Ausschreibungs-Datenbank TED zu entnehmen ist (2004/S 165-142264).

Hauptziel der Studie ist die Durchführung einer unabhängigen Longitudinalstudie, mittels derer die Auswirkungen computerimplementierter Erfindungen auf den Softwaresektor aus einer technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Perspektive verstanden werden können.

Die Laufzeit beträgt 36 Monate.

25.8.2004

Open Source Software und die Volkswirte

Verfasst von Thorsten Wichmann am 25.08.2004, 18:43 | IT, Internet & Innovation

Mit wenigen Aspekten lassen sich in der politischen Diskussion über Technologien so viele Punkte machen wie mit ihren Wachstums- und Arbeitsplatzeffekten. Und wer kann dazu besser etwas sagen als Volkswirte? So sollte man jedenfalls meinen.

Folgerichtig hat Microsoft Ende des vergangenen Jahres eine Studie an der Universität Münster in Auftrag gegeben, um die volkswirtschaftliche Bedeutung von Open Source Software (OSS) zu bewerten. Ergebnis: OSS weist geringere Wertschöpfungspotenziale als rein kommerzielle Software auf. Außerdem geht die Entwicklung oft an den Bedürfnissen der Konsumenten vorbei, weil Preise als marktwirtschaftliche Orientierungshilfen fehlen. Gesamtbewertung: tendenziell negativ.

Vor kurzem ist nun ein Arbeitspapier an der Universität Jena zum gleichen Thema erschienen, dass sich explizit als Kritik an der Münsteraner Studie versteht. Ergebnis: Entwickler von OSS tragen zum Aufbau eines Kapitalstocks von Wissen bei, von dem alle profitieren können. Außerdem erhöht OSS die Wettbewerbsintensität auf dem Softwaremarkt, wovon alle Nutzer durch niedrigere Preise und günstigere Qualität profitieren. Gesamtbewertung: tendenziell positiv.

Typisch, die Volkswirte geben wieder mal keine klare Antwort, ist man versucht zu sagen. Kein Wunder, denkt so mancher, sollte der Disziplin in England doch schon Ende des 19. Jahrhunderts der Status einer Wissenschaft aberkannt werden. Aber so weit muss man dann doch nicht gehen, denn beide Analysen haben ihren Anteil an guten Argumenten, genauso wie ihren Anteil an inhaltlichen Mängeln.

So ist die – traditionell gemessene – Wertschöpfung von OSS natürlich niedriger als die von rein kommerzieller Software, wie die Münsteraner Studie behauptet. Aber das ist ein konzeptionelles Problem der Wertschöpfungsstatistik, wie jeder VWL-Student lernt. Denn in die Statistik geht nur die Wertschöpfung ein, die über den Markt gehandelt und deshalb statistisch erfasst wird. Der für Kinder und Küche zuständige Hausmann z.B. wird normalerweise nicht erfasst, aber die Wertschöpfung der Volkswirtschaft steigt plötzlich, wenn ihn seine Partnerin mit einem 400€-Job anstellt.

Auch die Arbeit der freiwilligen OSS-Programmierer taucht nicht in der Statistik auf. Trotzdem ist am Ende der Wert in Form der Software geschaffen. Ein Vergleich der Wertschöpfungen muss deshalb auch diese Bereiche mit einbeziehen und ihre Bedeutung abschätzen – so schwierig das im Einzelfall sein mag.

Auch das Argument fehlender Nutzerorientierung der OSS-Programmierer in der Münsteraner Studie muss man relativieren. Zwar sind viele OSS-Projekte in der Bedienbarkeit für unbedarfte Endnutzer sicher nicht vergleichbar mit rein kommerziell entwickelter Software. Aber die Zielgruppe vieler dieser Projekte sind eben nicht die Endnutzer, sondern technisch versierte Systemadministratoren oder aber Softwareunternehmen, die diese Open-Source-Komponenten in ihre Produkte und Lösungen integrieren können. Apples Betriebssystem MacOS X basiert z.B. zu großen Teilen auf Open Source Software – trotzdem gilt die Software als nutzerfreundlich.

Außerdem sorgen Unternehmen wie Red Hat, IBM, Sun oder Novell, die am OSS-Entwicklungsprozess mit eigenen Mitarbeitern mitwirken, für eine Orientierung der entsprechenden OSS-Projekte an den Bedürfnissen des Marktes. Und schließlich stellen auch die Zahl der Downloads der eigenen OSS-Programme oder Kommentare der Nutzer Signale für die Entwickler dar, die ihnen helfen, die Bedürfnisse ihrer Nutzer besser zu erkennen. Wer schreibt schon gerne dauerhaft Software, die niemand nutzen will.

Die Jenaer Ökonomen betonen besonders den Kapitalstock von Wissen, der in Open-Source-Projekten entsteht. Denn durch den offenen Quellcode kann jeder sehen, wie ein Programmierer Probleme gelöst hat und kann, so die Theorie, die eigenen Probleme auf ähnliche Weise lösen. Aber auch hier ist in der Praxis unklar, wie bedeutend dieser Effekt wirklich ist, und ob nicht an Personen gebundenes Humankapital wichtiger ist. Denn aus dem Quellcode alleine weiß man noch nicht, warum diese und nicht eine andere Lösung gewählt wurde – dieses Wissen besitzt nur der Programmierer selbst. Und derartiges Wissen, eben das Handwerk des guten Programmierens, kann in OSS-Projekten ebenso wie bei der Erstellung proprietärer Software gelernt werden. Auch proprietäre Softwareanbieter tragen deshalb zum Aufbau von softwarespezifischem Humankapital bei.

Beide Analysen enthalten noch eine ganze Reihe weiterer Argumente für positive oder negative Auswirkungen von OSS auf die Volkswirtschaft. Dabei ist die letztendliche Entscheidung darüber, ob ein Argument richtig oder falsch ist, meistens eine empirische Frage. Ihre Beantwortung setzt deshalb eine genaue Kenntnis der Softwarebranche und der Open-Source-Landschaft voraus – beide Analysen zeigen hier Verbesserungspotenzial.

Die Frage nach den volkswirtschaftlichen Effekten von Open Source Software gibt Ökonomen deshalb nicht nur die Gelegenheit, ihre liebste Antwort anzubringen – „Kommt darauf an, kann man nicht eindeutig beantworten“ – sondern auch ihre zweitliebste: „Hier besteht weiterer Forschungsbedarf“.

17.8.2004

Suche wird ortsbezogen und personalisierbar

Verfasst von Joachim Quantz am 17.08.2004, 12:42 | Mobility & Business Communications

Nachdem der Bereich der Suchtechnologie unter anderem wegen der Google-Dominanz einige Jahre wie erstarrt schient, ist er in den letzten Monaten wieder deutlicher in Bewegung geraten.

Dabei liegt ein klarer Schwerpunkt der Neuerungen im Bereich Regionalisierung und Personalisierung. Bei Yahoo! Local und Google Local kann die Suche mit der Angabe einer (US-)Adresse verknüpft werden. Als Suchergebnisse werden dann Geschäfte, Dienstleister, Restaurants etc. in der Umgebung der angegebenen Adresse geliefert. Bei Yahoo! SmartView kann der Nutzer eine Position auf dem Stadtplan auswählen (z.B. über Adresseingabe) und dann nach Geschäften, Dienstleistern, Restaurants, etc. in der Umgebung suchen. Yahoo! verknüpft dabei Informationen aus den Yahoo! Maps mit Informationen aus den Yahoo! Yellow Pages.
Auch Ask Jeeves plant einen ähnlichen Dienst zur ortsbezogenen Suche anzubieten (siehe Stefanie Olsen, Yahoo, Ask Jeeves out to lure locals, News.Com (August 2004)).

Zu diesem Trend passt auch die Meldung, dass eBay 25% von Craigslist erworben hat (siehe Jim Hu, eBay looks to go local with Craigslist stake, News.Com (August 2004)). Craigslist ist einer der erfolgreichsten Websites für regionale Communities.

16.8.2004

Musik aufs Handy - Massenmarkt oder Nischenprodukt?

Verfasst von Nicole Dufft am 16.08.2004, 11:01 | Digital Consumer & Marketing | IT, Internet & Innovation | Mobility & Business Communications

Mobile Music ist ein heißes neues Thema in der Mobilfunkwelt. Mit Klingeltönen, Ringback Tones und anderen musikbasierten Services für das Handy wird bereits viel Geld verdient. Dieser Bereich soll jetzt ausgebaut werden durch die Möglichkeit, ganze Musikstücke auf das Handy herunterzuladen oder sich per Streaming anzuhören. Solche Angebote scheinen auf den ersten Blick eine natürliche Weiterentwicklung von Klingeton & Co zu sein.

So sind denn - mit Ausnahme von E-Plus - die deutschen Mobilfunkbetreiber bereits mit eigenen Mobile Music Services auf dem Markt. Und auch im übrigen Europa haben sie begonnen, ihren Kunden Musik per Mobilfunk anzubieten, so zum Beispiel in Österreich, Norwegen oder Finnland.

Unterstützt werden die Mobilfunkbetreiber dabei von zahlreichen Technologieanbietern und natürlich von der Musikindustrie. Die Plattenfirmen hoffen, diesmal von Anfang an mit dabei zu sein und nicht – wie im Internet – erst in den Markt einzusteigen, wenn andere ihn bereits besetzt haben.

Auf den zweiten Blick ist aber nicht klar, ob es die Anbieter tatsächlich schaffen werden, Musik übers Handy als Massenmarkt zu etablieren. Die Erfahrungen von legalen Musikdiensten und Peer-to-Peer-Netzen im Internet zeigen uns, dass einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren bei solchen Angeboten die Berücksichtigung der Konsumgewohnheiten ist, die sich durch die Möglichkeit der Digitalisierung von Musik geändert haben. Dazu zählen die Auswahl aus einer großen Anzahl von Musikstücken, das Speichern unfangreicher Musiksammlungen, die Nutzung auf verschiedenen Geräten und vor allem der Austausch von Musik mit Freunden.

Schaut man sich vor diesem Hintergrund das Thema Musik auf dem Handy genauer an, tauchen plötzlich eine Reihe von Fragen auf. So ist die Leistungsfähigkeit der Mobiltelefone und Mobilfunknetze zum Speichern und Downloaden größerer Mengen Musik noch sehr begrenzt. Was den Speicherplatz angeht, bleiben die Handys derzeit noch weit hinter musikspezifischen Geräten wie dem iPod zurück, dessen Erfolg nicht zuletzt auf seine große Speicherkapazität zurückgeführt werden kann.

Auch die Möglichkeiten, die gleichen Musikstücke auf unterschiedlichen Geräten wie der Stereoanlage zu Hause oder im Auto, dem PC und dem Handy zu nutzen sind derzeit noch stark beschränkt. Dies liegt nicht nur an verschiedenen Datei- und Übertragungsformaten, sondern auch an unterschiedlichen DRM-Systemen zum Schutz vor illegaler Nutzung. Der Entwicklung von Standards zur Verbesserung der Interoperabilität kommt daher eine zentrale Bedeutung zu.

Außerdem müssen Geschäftsmodelle für Mobile Music wohl dem Wunsch der Kunden nach dem Austausch von Musik mit Freunden gerecht werden, denn die Verbreitung von Peer-to-Peer-Netzen hat gezeigt, dass Nutzer diesen Vorzug der Digitalisierung auch ausnutzen wollen.

Dafür gibt es aber durchaus schon technische Ansätze. So hat beispielsweise die Open Mobile Alliance (OMA) in ihren DRM-Standards für mobile Inhaltsangebote das Konzept der Superdistribution berücksichtigt. Dabei kann ein Nutzer z.B. ein Musikstück per MMS weiterleiten. Der Empfänger erhält eine Datei, bestehend aus dem eigentlichen Inhalt und Informationen über die Nutzungsrechte. Er hat beispielsweise das Recht, das Stück einmal anzuhören. Um es aber zu speichern, zu kopieren oder weiterzuleiten, muss er beim Anbieter ein entsprechendes Nutzungsrecht erwerben. Bisher haben die Mobile Music Dienste dieses Feature jedoch noch nicht in ihr Angebot aufgenommen.

Letztlich bleibt natürlich vor allem die Frage, ob eine breite Masse an Kunden überhaupt Musik per Handy konsumieren will, oder ob lange Downloadzeiten, teure Mobilfunkverbindungen, begrenzte Speicherkapazitäten und eine schwierige Benutzerführung den Spaß an der Musik auf dem Handy verderben. Dann blieben Mobile-Music-Angebote doch eher ein Nischenangebot. Alle anderen müssen ja nicht auf die Musik unterwegs verzichten, sondern nur auf die Möglichkeit, das neueste Stück in der U-Bahn herunterzuladen.

Mit den Themen Mobile Music, DRM und Konsumentenakzeptanz wird sich auch der Experten-Workshop “Business Models for Mobile Music and DRM” beschäftigen, den Berlecon Research im Rahmen des EU-Projekts INDICARE (The Informed Dialogue about Consumer Acceptability of DRM Solutions in Europe) organisiert. Weitere Informationen dazu unter www.berlecon.de .

9.8.2004

Softwarepatente und Linux im Sommerloch

Verfasst von Thorsten Wichmann am 09.08.2004, 10:37 | IT, Internet & Innovation

Das Sommerloch hat dazu geführt, dass die Diskussion um die angebliche Gefährdung des Linux-Umstiegs in München durch Softwarepatente in allen Blättern breit behandelt wurde.

Dabei wird meistens der Eindruck vermittelt, dass eine Gefährdung durch Patente erst durch die neue EU-Richtlinie zustande käme. Dass bereits zahlreiche Patente existieren und damit mögliche Probleme eigentlich schon im Vorfeld hätten diskutiert werden sollen, fällt dabei meist unter den Tisch.

In dem Zusammenhang findet sich in Wolfgang Sommerguts Weblog ein Hinweis auf Tim Bray, der nach eigener Erfahrung zu dem Schluss kommt,

In software, assume that everything is already patented. You can’t build anything, no matter how new it is, without infringing someone’s patent.

Also: Sommerlochdiskussion beenden und vermeintliches Risiko unaufgeregt analysieren.

4.8.2004

Ein Bärendienst für Linux

Verfasst von Thorsten Wichmann am 04.08.2004, 10:05 | IT, Internet & Innovation

Jetzt ist es passiert: Laut heise hat die Stadt München den Umstieg auf Linux erst einmal auf Eis gelegt, um die Auswirkungen von Softwarepatenten auf der Projekt LiMux zu prüfen. Hintergrund: Die Grünen hatten den Münchner Oberbürgermeister aufgefordert, in Berlin gegen die geplante EU-Richtlinie zu protestieren (hier unsere Beurteilung des Richtlinienentwurfs), weil sie durch Softwarepatente den Erfolg des LiMux-Projektes gefährdet sahen.

Offensichtlich hat der FFII (Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur e.V.) mit einer Patentrecherche, in der viele sinnige und unsinnige Softwarepatente auftauchen, über die man in der letzten Zeit viel lesen konnte, soviel Panik geschürt, dass die Stadt München erst einmal prüfen muss.

Damit hat die FFII den Linux-Befürwortern einen Bärendienst erwiesen. Man kann sich gut vorstellen, was jetzt kommt: Andere Behörden werden hellhörig (schließlich sind die meisten eher risikoscheu) und werden “erst einmal prüfen”. Die Gelegenheit werden dann die Anbieter proprietärer Software nutzen und versprechen, die Behörden gegen solche Risiken abzusichern. Steve Ballmer hat sicher schon ein Ticket gebucht.

Das Ergebnis zeigt mal wieder, dass es wenig sinnvoll ist, politische Ziele und die Beschaffungsstrategien von Behörden zu verquicken. Irgendwall fallen einem die unterschiedlichen Ziele auf die Füße.

Update (5.8.): Mittlerweile hat sich der Sturm wieder etwas gelegt, und die Stadt will keineswegs das ganze Projekt auf Eis gelegt wissen, sondern “nur” vorerst den sogenannten Basis-Client, also die einheitliche Grundausstattung für alle Arbeitsplatz-Rechner der Stadtverwaltung. Fragt sich nur, was die Mitarbeiter ohne Basis-Client machen sollen, der ist schließlich eine zentrale Komponente des Projektes.

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