Microsoft, so war unlängst zu lesen, hat sich von der Idee verabschiedet, das nächste Windows-Betriebssytem “Longhorn” mit einem neuen revolutionären Dateisystem (WinFS) auszustatten. WinFS sollte die freie Suche nach Dateien unterstützen, zum Beispiel über Wörter, die in der Datei vorkommen.
Nach aktuellem Stand soll WinFS nun nicht Bestandteil von Longhorn sein, sondern als Testversion irgendwann im Laufe von 2006 veröffentlicht werden. Longhorn selbst ist ebenfalls für 2006 angekündigt.
In seinem Artikel The long march to Longhorn (News.Com, September 2004) verweist Mike Ricciuti darauf, dass Microsoft bereits Anfang der 90er Jahre ein ähnliches Projekt namens Cairo in Angriff genommen aber niemals vollendet hatte.
Er schließt mit der Bemerkung, dass seinerzeit kein Mitbewerber von Cairos Scheitern profitieren könnte, aber dass Apple nun sehr wohl Nutzen aus der Verschiebung von WinFS ziehen könnte. Schließlich wird das nächste Mac-Betriebssystem Tiger (angekündigt für 2005) eine Suchfunktion namens Spotlight enthalten - erste Vorführungen dieser Funktionalität waren bereits zu sehen. Und auch im Linux-Lager arbeitet Novell an einer Anpassung von iFolder, die SuSE Linux mit Suchfunktionalität versehen soll.
Der Suchmarkt bleibt also weiter hart umkämpft. Nicht nur im Bereich der Internetsuche, der von Google und Yahoo! dominiert wird, sondern nun auch auf den Festplatten der Arbeitsplatzrechner und Laptops.

