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15.10.2004

Paris bleibt (teilweise) proprietär

Verfasst von Thorsten Wichmann am 15.10.2004, 16:45 | IT, Internet & Innovation

Wie die Computerwoche berichtet, hat die Stadt Paris entschieden, nur schrittweise auf Open Source Software zu migrieren. Erst im Sommer wurde darüber berichtet, dass Frankreich rund eine Million staatliche Rechner auf Open Source umstellen will. Auslöser für die Entscheidung, sanft zu migrieren, war ein Gutachten von Unilog, das ein ungünstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis einer schnellen Migration ermittelte.

Die Entscheidung ist ein nach der Zitterpartie um Linux in München und den Pannen bei der Linux-Umstellung im Bundestag ein weiteres Indiz dafür, dass die Zeit der spektakulären Migrationsentscheidungen langsam dem Ende zugeht. Denn bei näherer Betrachtung weist besonders die Migration von Desktop-Systemen eine Reihe von Fallstricken auf, wie auch unser Basisreport Linux- und Open-Source-Strategien für CIOs zeigt.

Das heißt aber sicher nicht, dass sich Microsoft entspannt zurücklehnen kann. Der Business Case für Linux belibt nach wie vor bestehen, nur wird sich in vielen Fällen eher eine sanfte Migration über einige Jahre als sinnvoll erweisen als eine Hauruck-Aktion.

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