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30.1.2005

WiMax overhyped – und mit Konkurrenz

Verfasst von Thorsten Wichmann am 30.01.2005, 17:46 | Mobility & Business Communications

WiMax, der reichweitenstarke Funkstandard zur Datenübertragung ist zunehmend in der Diskussion – nicht zuletzt aufgrund der guten PR-Arbeit von Intel. Viele Experten, wie z.B. “Om Malik”:http://www.gigaom.com/2005/01/28/that-wimax-thing-aint-happening/, werden aber nicht mühe, darauf hinzuweisen, dass WiMax overhyped ist.

Jetzt ist auch der “Economist”:http://www.economist.com/business/displayStory.cfm?story_id=3600112 in einem recht lesenswerten Artikel zu einem ähnlichen Schluss gekommen. So ist die Idee zwar faszinierend, Unternehmen und Haushalten Breitband-Anschlüsse über WiMax anzbieten, wenn aus irgendwelchen Gründen kein DSL oder Kabel zur Verfügung steht. Allerdings existieren derzeit noch keine Geräte, die als WiMax-kompatibel zertifiziert sind. Wichtiger noch: Die die Tragfähigkeit WiMax-basierter Business-Modelle ist bislang noch lange nicht erwiesen.

“It certainly is a big dream—but so far, that is all it is,” so der Economist

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24.1.2005

Aufgeschnürte Bündel

Verfasst von Thorsten Wichmann am 24.01.2005, 20:40 | IT, Internet & Innovation

Die amerikanische Zeitschrift “Fast Company” hat in ihrer aktuellen Ausgabe einen netten Artikel über den Kundenwunsch nach Einzelprodukten oder -diensten statt Produktbündeln. “”The Urge To Unbundle”:http://www.fastcompany.com/subscr/91/open_essay.html – From music to PR, consumers are increasingly demanding products and services a la carte.”

Ob es diesen Trend tatsächlich in allen Bereichen gibt, kann man sicher diskutieren. Nimmt man mal das Reisen als Beispiel, sind die Angebote der Billigflieger – One-Way-Tickets ohne Zusatzangebote wie Essen an Bord oder Konnektivität zu anderen Flugverbindungen – am ehesten die ungebündelte Variante. Trotzdem buchen nach wie vor viele Leute ihre Pauschalreise oder fliegen mit der Lufthansa.

Wir glauben aber, dass das Argument von Fast Company zumindest für den Bereich des IT-Research gilt. Wie schon “vor ein paar Tagen”:http://weblog.berlecon.de/archives/2005/01/14/tschuess-meta-der-markt-fuer-it-research-aendert-sich/ beschrieben, hat sich dieser Markt stark verändert. Viele Interessenten an Research suchen sich Informationen aus sehr vielen Quellen zusammen, nicht zuletzt über Google aus dem Internet. Dort findet man zwar viel, aber nicht alles. Und das, was man dort nicht findet, versuchen wir mit unseren “Kurzstudien”:http://www.berlecon.de/output/studien.php#Kurzstudien abzudecken. Die können einzeln – also ungebündelt – gekauft werden und stehen nicht nur im Rahmen eines Jahresabos im fünfstelligen Bereich zur Verfügung.

In solchen Bereichen, in denen die Kunden eines Produkts oder einer Dienstleistung informiert sind und relativ klare Vorstellungen davon haben, was sie eigentlich brauchen, macht nach meiner Ansicht das Entbündeln Sinn.

23.1.2005

Nofollow - no Wirkung

Verfasst von Thorsten Wichmann am 23.01.2005, 16:31 | Digital Consumer & Marketing | IT, Internet & Innovation

Vergangene Woche wurde im “Google-Blog”:http://www.google.com/googleblog/2005/01/preventing-comment-spam.html eine Erweiterung des HTML-Standards um ein “Nofollow”-Tag vorgeschlagen, mit dem der Pest des Kommentarspams in Weblogs Einhalt geboten werden soll. Die Ankündigung ist recht positiv aufgenommen werden, teilweise wird Unternehmen sogar “geraten”:http://blogs.forrester.com/charleneli/2005/01/fighting_blog_c.html, die Erweiterung umgehend umzusetzen. Das kann man sicher auch tun, nur viel bringen wird es wohl nicht, wie bei näherer Betrachtung klar wird:

Comment-Spam sind Einträge von Robotern, die sich die Kommentarfunktion von Blogs zunutze machen. Primäres Ziel ist, die eigenen Seiten in Google weiter oben erscheinen zu lassen, da im Google-Ranking jeder Link auf die eigene Seite die Wichtigkeit in der Rangliste erhöht. Aber das ist nicht der einzige Effekt: Der eine oder andere klickt auch direkt aus Neugier auf den Link und kommt auf die entsprechende Site (oft Casino- oder ähnliche Sites).
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15.1.2005

Forrester startet Zeitschrift

Verfasst von Thorsten Wichmann am 15.01.2005, 16:14 | IT, Internet & Innovation

Die lieben Kollegen von “Forrester Research”:http://www.forrester.com starten eine Print-Zeitschrift, wie “Charlene Li”:http://blogs.forrester.com/charleneli/2005/01/forrester_launc.html von Forrester in ihrem Blog berichtet. Forrester sind aber nicht die einzigen, die “Butler Group”:http://www.butlergroup.com in UK hat schon Anfang 2003 mit einer eigenen Zeitschrift begonnen. Thema ist natürlich, wie bei Forrester, die Technologienutzung durch Unternehmen.

Die neue Zeitschrift kann man natürlich zum einen als Marketing bewerten. Warum soll ein Analystenhaus nicht genauso eine Kundenzeitschrift haben wie eine Bank oder McKinsey? Man unterstreicht damit seinen Kompetenzanspruch, erreicht durch gute Artikel vielleicht neue Zielgruppen (besonders weniger Internet-affine CEOs) und hält sich im Gespräch. Wenn die Artikel gut sind und die Zeitschrift Anklang findet, hat man vielleicht sogar ein neues (kleines) Geschäftsfeld.

Aber vielleicht sagt diese Zeitschriftengründung auch etwas über den Markt für IT-Zeitschriften aus? Gegenüber den Hochzeiten um 2000 ist die Zahl der Print-Publikationen im IT-Bereich kräftig zurückgegangen. Und die Qualität vieler IT-Zeitschriften, wenn man einmal ehrliche Vergleiche anstellt, auch – in Deutschland vielleicht noch mehr als in den USA. Der schwache Anzeigenmarkt fordert einfach seinen Tribut. Denkbar ist zumindest, dass sich über das traditionelle Geschäftsmodell von Zeitschriften weniger qualitativ hochwertige Zeitschriften finanzieren lassen als Leser finden würden. Mal abwarten, wie sich das neue Blatt entwickelt, vielleicht kann man ja demnächst ein Abo kündigen.

14.1.2005

Tschüss, Meta – Der Markt für IT-Research ändert sich

Verfasst von Thorsten Wichmann am 14.01.2005, 19:36 | IT, Internet & Innovation

Vor gut zwei Wochen gab die amerikanische “Gartner Group”:http://www.gartner.com bekannt, den Konkurrenten “Meta Group”:http://www.metagroup.com für 162 Mio US$ in Cash zu kaufen. Damit verschwindet – zumindest als selbständiges Unternehmen – eines der großen, weltweit tätigen IT-Analystenhäuser. Es bleiben neben Gartner noch Forrester, IDC und eine große Zahl an kleineren Anbietern.

Was genau dieser Kauf für den Markt für IT-Analysen bedeutet, ist noch nicht ganz abzusehen, weil Gartner bislang keine detaillierten Pläne bekannt gegeben hat. So ist noch unklar, ob etwa die Marke Meta Group erhalten bleiben soll, der sehr ausgeprägte Deutschlandfokus der Metagroup Deutschland weitergepflegt werden soll oder der Erwerb zu einer Ausweitung des Gartner-Angebots führen wird.

Die meisten Marktbeobachter sehen den Kauf in erster Linie als klassischen Konsolidierungskauf in einem unter Druck geratenen Markt. Denn die Angebote von Gartner und Meta überschneiden sich stark: Beide unterstützen große Anwenderunternehmen bei ihren IT-Entscheidungen mit Research und Consulting und beide setzen zu einem großen Teil auf langfristige, umfassende Verträge mit ihren Kunden.

Besonders der Markt für Research-Publikationen, also umfassende Studien, Research Briefs und ähnliche Veröffentlichungen ist in den letzten zwei Jahren unter Druck geraten. Auf der einen Seite hat die immer noch andauernde Konsolidierung bei den IT-Anbietern die Zahl potenzieller Kunden in dieser Gruppe verringert. Auf der anderen Seite ist bei Anwenderunternehmen die Zahlungsbereitschaft für Research gesunken. Eine geringere Dringlichkeit von IT-Investitionen nach dem Ende des E-Business-Booms, gestiegenes Kostenbewusstsein und der zunehmend leichtere Zugang zu frei verfügbaren Informationen im Internet sind dafür verantwortlich. „Research has not become worthless, but worth less“, hat der amerikanische Journalist “Scott Berinato”:http://www.cio.com/archive/031504/analysts.html den Zustand einmal zusammengefasst.

Für viele Analysten wird deshalb Consulting zunehmend attraktiver als das Schreiben von Studien. Ein Anwenderunternehmen etwa, das zum ersten Mal konkret einen Outsourcing-Vertrag verhandeln will, kann mit einer allgemeinen Studie zum Thema wenig anfangen, während eine erfahrungsbasierte Beratung sehr hilfreich sein kann. Erfahrene gute Berater sind allerdings eher knapp, so dass Gartner in dieser Hinsicht sicher vom Meta-Kauf profitieren kann.

Das Größenwachstum durch den Meta-Kauf hilft Gartner aber auch im Research-Geschäft. Denn die Kosten in diesem Geschäft sind zum einen so genannte First Copy Costs für die Erstellung der Inhalte und zum anderen Vertriebs- und Marketingkosten für den Verkauf. Das Geschäft ist also durch starke Skaleneffekte gekennzeichnet. Je mehr Kunden für den Zugang zum Research-Pool zahlen, desto profitabler ist das Geschäft, denn die Research-Kosten steigen nicht mit der Zahl der Leser. Auch hier stärkt die Meta-Akquise Gartner durch zusätzliche Kunden.

Die Gartner Group wird durch den Kauf also sicher ein noch stärkerer Konkurrent für die Mitbewerber als sie es ohnehin schon war. Trotzdem können sich für kleinere Analystenhäuser und Consultants durch die Übernahme neue Chancen ergeben, gerade in Deutschland. Viele, gerade größere Unternehmen setzen nämlich nicht nur auf ein Analystenhaus, sondern holen mehrere Meinungen ein. Sollten jetzt die Meta Group und ihre Schwerpunkte vollständig in Gartner aufgehen, dann dürfte dieser zweite Platz zumindest bei einigen Unternehmen frei werden. Profitieren dürften davon besonders Analysten, die gefragte Themen abdecken, die von Gartner weniger stark berücksichtigt werden.

Nach Einschätzung von Berlecon gibt es aber noch eine weitere Möglichkeit, auf die geänderte Situation im Research-Markt zu reagieren, nämlich die Erschließung neuer Zielgruppen für Research. Dazu zählen z.B. kleinere Unternehmen, die sich keinen Vertrag mit großen Analystenhäusern leisten können oder Unternehmen, die nur punktuell und bei bestimmten Themen auf zusätzlichen Research zugreifen wollen. Die meisten Research-Anbieter sind aber auf die Global Top 5000 oder ähnliche Zielgruppen eingestellt. Der gehobene Mittelständler z.B. zählt dazu nicht mehr.

Für diese Zielgruppe bietet Berlecon seit dem Herbst 2004 Kurzstudien an –unsere Antwort auf die geänderten Kundenbedürfnisse. Die Kurzstudien bereiten auf ca. 20 Seiten aktuelle Technologiethemen und Trends für Anwenderunternehmen entscheidungsorientiert und fokussiert auf. Um auch neuen Zielgruppen den Zugang zu qualitativ hochwertigen Analysen zu ermöglichen, sind die Studien aggressiv bepreist. Der erfolgreiche Start dieser neuen Art von Analysen zu den Themen “Business Process Management”:http://www.berlecon.de/bpm, “Mobile E-Mail: BlackBerry und Alternativen”:http://www.berlecon.de/mobilemail, “Weblogs in Marketing und PR”:http://www.berlecon.de/weblogs sowie “Alternativen zu Exchange”:http://www.berlecon.de/ossexchange hat uns ermutigt, mit diesen Studien auch in 2005 fortzufahren.

11.1.2005

Berlecon bloggt: Zwischenbilanz nach sechs Monaten

Verfasst von Thorsten Wichmann am 11.01.2005, 0:37 | Digital Consumer & Marketing

“Practice what you preach” heisst es so schön. Also haben wir bei Berlecon vor gut einem halben Jahrangefangen zu bloggen – etwa gleichzeitig mit den ersten Arbeiten für die Studie “Weblogs in Marketing und PR”:http://www.berlecon.de/weblogs, die im September vergangenen Jahres veröffentlicht wurde. Zeit, eine kurze Zwischenbilanz zu ziehen, insbesondere da nach dem “Fall Jamba” die Verbindung von Bloggen und Unternehmen gerade stark diskutiert wird.

Begonnen haben wir das Schreiben von Weblogs hauptsächlich aus drei Gründen. Erstens wollten wir eigene Erfahrungen mit Weblogs sammeln. Schon im vergangenen Jahr war abzusehen, dass Weblogs auch in Deutschland zumehmend an Interesse gewinnen würden. Und wer dazu etwas sagen oder schreiben möchte, hat es mit eigenen Erfahrungen leichter.

Zweitens wollten wir zusätzlich zu unseren Studien und den zweiwöchentlichen “Spotlight-Analysen”:http://www.berlecon.de/presse/spotlights.php in unserem Newsletter auf aktuelle Ereignisse reagieren und auch kurze Analysen veröffentlichen können, die nur einen interessanten Teilaspekt oder ein neues Produkt beleuchten oder die einfach nur einen irgendwo gelesenen Gedanken weiterspinnen.

Und schließlich waren Marketing-Überlegungen von Bedeutung (richtig, dieses Blog ist in erster Linie ein Marketinginstrument). Wir wollten (und wollen) unsere Themen und Produkte im Gespräch halten, wollen wissen, wie bestimmte Themen oder Aussagen aufgenommen werden und wollen in Google gefunden werden – wie viele andere Unternehmen auch, die bereits bloggen.

Mittleweile bloggen Berlecon-Analysten nicht nur in diesem Weblogs. Sondern wir setzen Weblogs auch in einigen Projekten erfolgreich ein, z.B. in “INDICARE”:http://www.indicare.org, einem Projekt zum Thema Digital Rights Management oder in “DIP”:http://dip.berlecon.de, einem Projekt zum Thema Semantic Web Services. Außerdem blogge ich gelegentlich in “IT Frontal”:http://vnude.typepad.com/itfrontal/.

Mit dem Ergebnis des Bloggens, also in erster Linie dem Marketingeffekt, sind wir nach einem halben Jahr sehr zufrieden. Die Weblog-Site kommt auf etwa 10-20% der Visits unserer Hauptsite, je nachdem wie viele Postings wir veröffentlichen. Viel wichtiger aber ist, dass einige für uns wichtige Multiplikatoren die Blogs lesen und gelegentlich das eine oder andere Thema aufnehmen.

Nach Auswertung der Referrer-Links zwischen Weblog und Hauptsite würde ich aber den Haupteffekt im “Brand Building” sehen. Die Zahl der Personen, die sich vom Blog auf die Hauptsite durchklicken, ist absolut noch relativ gering und nicht mit der Zahl der Referrer von Google oder anderer Sites zu vergleichen, einfach weil die absolute Zahl der Nutzer von Google höher ist. Wenn man Klickraten berechnet, also die Pageviews auf der Weblog Site mit der Anzahl der Besucher vergleicht, die sich von der Weblog-Site auf die Hauptsite durchklicken, kommt man auf Werte ähnlich denen von Google-Ads.

Als größte Schwierigkeit hat sich erwiesen, das Hauptblog regelmäßig zu füttern, zumal einige von uns auch in anderen Blogs schreiben und die Zeit fürs Bloggen begrenzt ist. Ich bewundere Blogger, die neben ihrer Haupttätigkeit noch 1-2 qualitativ hochwertige Blog-Einträge pro Tag veröffentlichen. (Damit meine ich nicht die große Zahl von Bloggern, die alles kommentieren, was sie auf Spiegel Online, Golem oder heise gelesen haben, sondern die mit eigenen längeren Gedanken). Bei einem Unternehmens-Blog ist das sicher noch eine größere Herausforderung als bei einem Privatblog für Freunde – schließlich hat man ja eine Agenda und will die Leser bei der Stange halten. Gleichzeitig kämpfen aber auch andere Aufgaben um die wenige verfügbare Zeit, und das Bloggen fällt dabei schnell unter den Tisch. Ist also wohl wie Joggen vor dem Frühstück – Disziplin solange, bis es unverzichtbare Gewohnheit wird.

Was sich als vergleichsweise einfach herausgestellt hat ist die Suche nach Themen für die Blogeinträge – obwohl wir bewusst auf unsere privaten Wochenenderlebnisse verzichten. Aufhänger für den einen oder anderen interessanten Gedanken finden sich immer. Wenn man sich dann die Einträge des letzten Monats ansieht, ergibt sich oft sogar so etwas wie eine Linie.

Unproblematisch waren auch die Kommentare. Natürlich schreibt mal der eine oder andere landesbekannte Troll einen Kommentar zu einem Beitrag, der nicht so richtig fundiert ist. Aber im Großen und Ganzen waren die meisten Kommentare sehr hilfreich und gute Startpunkte für Diskussionen, die teilweise auch offline oder per E-Mail fortgesetzt wurde. So haben sich über einige Blog-Einträge und Kommentare recht interessante Kontakte ergeben.

Als Problem haben sich natürlich Blog-Spammer erwiesen. Die von uns genutzte Software macht es zwar einfach, solchen Kommentarspam automatisch in die Moderationsschleife zu leiten, aber dort müssen sie trotzdem gelöscht werden. Mittlerweile habe ich das Gefühl, jede Poker-Site im Web zu kennen. Nach Installation eines CAPTCHA ist damit aber hoffentlich Schluss.

Unser eigenes Fazit: Weblogs funktionieren für das Marketing, aber in den Schoß fällt einem das schöne Weblog nicht. Eine ehrliche Kosten-Nutzen-Rechnung im Vergleich zu anderen Marketingmaßnahmen steht bei uns ebenfalls noch aus. Zwei interessante Nebeneffekte sollten aber nicht unterschlagen werden: Erstens hilft wenig einem so sehr dabei, seine Gedanken zu ordnen, wie zu einem Thema öffentlich etwas zu schreiben. Blogs sind dazu ideal: Die Beiträge müssen nicht auf Hochglanz poliert sein. Trotzdem müssen die Texte klar und durchdacht sein, sonst kommen böse Kommentare. Und zweitens macht es einfach Spaß.

9.1.2005

Betriebssysteme für Smartphones – Microsoft stark, Palm schwach

Verfasst von Thorsten Wichmann am 09.01.2005, 18:35 | Mobility & Business Communications

Laut “Om Malik”:http://gigaom.com/2005/01/08/microsoft-is-finally-mobile/ entwickelt sich Microsoft langsam zu einem ersnstzunehmenden Player im Mobilfunkumfeld: So wird die verwirrende Vielfalt mobilen Betriebssysteme mittlerweile unter dem Oberbegriff “Windows Mobile” zusammengefasst. Die Marktansprache ist damit wesentlich klarer geworden. Aber auch die Endgerätehersteller und Mobilfunknetzbetreiber setzen zunehmend auf Microsoft. So steht mit dem XDA II mini ein neues Windows-basiertes Endgerät bereit, das er als “pretty sexy” einstuft.

Es gibt aber noch weitere Argumente: Wir haben in unserer Kurzstudie “BlackBerry und Alternativen”:http://www.berlecon.de/mobilemail Microsoft ebenfalls als starken Player für Mobile E-Mail eingestuft. Denn Windows Mobile enthält einiges an Funktionalität, um E-Mail von Exchange-Servern abzurufen, die in Unternehmen besonders stark verbreitet sind. Mobile E-Mail trifft durch den Erfolg des BlackBerry auf zunehmendes Interesse, so dass die E-Mail-Fähigkeiten von Windows Mobile für die Kaufentscheidung oft wichtig sein dürften.

Ein weiterer Grund ist, dass viele Unternehmen mit Windows vertraut sind und ihre mobilen Anwendungen ebenfalls auf der Basis von Windows erstellen wollen (siehe auch “Basisreport Prozesse optimnieren mit Mobile Solutions”:http://www.berlecon.de/mopro). Auch davon dürfte Microsoft profitieren.

Verlierer, so sieht es auch Om Malik, wird wohl am ehesten Palm sein, die seiner Ansicht nach Gefahr laufen, auch aus dem Smartphone-Geschäft gedrängt zu werden. In Deutschland dürfte dazu noch ein weiterer Faktor beitragen: Der Vetrieb von PalmOne ist hier eher schwach. In den Fachdiscountern für Unterhaltungselektronik werden die Palm-PDAs oft eher lieblos präsentiert und bei den wichtigen Mobilfunkanbietern gibt es den Treo ausschließlich bei debitel, und das auch nur in einer älteren Version – alle anderen setzen bei Smartphones auf Windows und Symbian (Sony Ericsson, Nokia).

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