Heutzutage scheint es für Softwareunternehmen nicht mehr auszureichen, einfach nur gute Software schreiben und verkaufen zu wollen. Für ambitionierte Anbieter muss es heute eine Plattform sein. Zumindest bekommt man diesen Eindruck, wenn man Ankündigungen und Strategien von großen IT-Anbietern Revue passieren lässt. So kündigte Mark Benioff, der Chef von Salesforce.com, vergangene Woche an, dass die Salesfore-Ambitionen mittlerweile darüber hinausgehen, eine CRM-Lösung als Service anzubieten – mit diesem Angebot ist Salesforce.com bekannt geworden. Jetzt ist sein Ziel vielmehr, Salesfore.com als Plattform zu etablieren, auf deren Basis ein “Business Web” gebaut werden kann, eine Art Unternehmensäquivalent zum viel diskutierten Web 2.0.
Benioff ist in guter Gesellschaft: Weiter… »
Auf den ersten Blick scheint es keine Gemeinsamkeiten zwischen dem Softwaregiganten Microsoft und dem mittlerweile zu eBay gehörenden Internettelefonieanbieter Skype zu geben. Microsoft verbindet man mit Windows, Office, Exchange und Enterprise Software, die vor allem an Unternehmen jeder Ausrichtung und Größenklasse lizenziert werden. Wenn es ein etabliertes Softwareunternehmen gibt, dann Microsoft.
Skype dagegen ist eine junge Peer-to-Peer-Software, die in erster Linie Privatpersonen kostenloses (oder zumindest sehr preiswertes) Telefonieren über das Internet ermöglicht. Das Unternehmen ist erst vor gut zwei Jahren an die Öffentlichkeit getreten. Es hat auch ein gewisses Outcast Image: Niklas Zennström, einer der Gründer, muss das Unternehmen von Europa aus managen, weil er aufgrund seiner Vergangenheit als Mitgründer der Tauschbörse Kazaa verklagt wurde und bei Einreise in die USA einen Prozess riskieren würde. Stärker können die Kontraste zwischen zwei Unternehmen wohl kaum sein. Weiter… »
Business Process Management (BPM) verspricht, den gesamten Lebenszyklus von Geschäftsprozessen zu unterstützen – sowohl auf fachlicher als auch auf technischer Ebene. Waren BPM-Suiten in der Vergangenheit noch sehr stark technisch ausgerichtet, tritt nun zunehmend die fachlich-inhaltliche Ebene in den Vordergrund. Viele Anbieter haben ihr Portfolio inzwischen in Richtung BPM plus Content erweitert, indem sie zusätzlich zur technischen BPM-Plattform auch vordefinierte Lösungen für ausgewählte Prozesse und Anwendungsbereiche anbieten. SAP und andere Hersteller positionieren diese integrierten Lösungen als Business Process Platforms (BPP). Weiter… »
Duncan Chapple hat sich in seinem Analyst Equity Blog die Frage gestellt, warum der Markt für Research und Analystenarbeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz sich so sehr von dem in UK und den US unterscheidet. Nach seiner Beobachtung nutzen deutsche Unternehmen sehr viel eher Consultants als Published Research. Seine Einschätzung etwas verkürzt (und übersetzt, siehe Punkt 3):
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1. Detailvorlieben: Deutsche Manager wünschen detaillierte Informationen, die ihnen die angelsächsischen Analystenhäuser nicht liefern können oder wollen - wohl aber Consultants aus Deutschland.
- 2. Unterschiedliches Gewicht auf schnellen Entscheidungen: In USA/UK dominieren z.B. MBAs, deren Ausbildung das schnelle Ziehen von Schlussfolgerungen auf Basis unvollkommener Informationen betont. In Deutschland hat das schnelle Fällen von Entscheidungen ein geringeres Gewicht.
- 3. Sprache: Nach Einschätzung von Duncan Chapple sprechen die meisten Deutschen kein Englisch, aber selbst die, die es tun, können deutsche Texte leichter lesen. Der meiste Research wird aber auf Englisch publiziert und nicht übersetzt.
- 4. Kultur: Es gibt einfach Unterschiede in der Geschäftskultur zwischen dem deutschsprachigen Raum und dem angelsächsischen.
Die vier Punkte führen dazu, dass Consultants, die hier leben und die Sprache und Kultur verstehen, die Bedürfnisse deutscher Unternehmen besser abdecken können als Researchpublikationen aus Cambridge, MA, Stamford, CT oder London. Also werden lieber Consultants angeheuert als Research gekauft. Weiter… »