In den letzten Tagen waren die Diskussionen um Steve Jobs “Thoughts on Music” nicht zu überhören. Dort macht sich Apples CEO gegenüber der Musikindustrie für DRM-freie Distribution stark.
Offenbar werden die jetzt von Jobs geäußerten Zweifel an DRM als 180-Grad-Wende wahrgenommen. Aber tatsächlich ist es eine 360-Grad-Wende. Denn bereits 2003 hat Jobs in einem Interview mit dem Rolling Stone das Potenzial von DRM so eingeschätzt:
“When we first went to talk to these record companies — you know, it was a while ago. It took us 18 months. And at first we said: None of this [DRM] technology that you’re talking about’s gonna work. We have Ph.D.’s here, that know the stuff cold, and we don’t believe it’s possible to protect digital content.”
Mich hat also nicht Jobs jetzige Forderung verblüfft, sondern vielmehr die Zeit zwischen 2003 und 2007, in der er offenbar DRM als Notwendigkeit akzeptieren musste, um den iTunes Store zu ermöglichen. Anders hätte Apple keine Lizenzen von den Rechteinhabern bekommen, wie auch in dem Essay zu lesen ist.

