Der Hunger nach Zahlen ist groß im ITK-Markt. Ob bei Fachkonferenzen, Vorstandsmeetings oder Kundenterminen – vieldeutige Prozentzahlen, verpackt in formschönen Grafiken, gehören zur Grundausstattung. Dies ist auch verständlich, denn im dynamischen IT-Umfeld ist Marktwissen ein Wettbewerbsfaktor. Informationen, die dieses Wissen unterstützen, sind damit heiß begehrt. Schließlich müssen Akteure – Anbieter wie Nachfrager – strategische Entscheidungen treffen und Investitionen planen – und dies trotz rasanter Technologieentwicklung und schnell wechselnder Kundenbedürfnisse.
Wo es so viele hungrige Mäuler gibt, da lohnt sich das Kochen. So bietet das ITK-Zahlengeschäft Analysten, Beratern und Marktforschern eine wichtige Erlösquelle. Für die ITK-Anbieter ist das Generieren von Marktzahlen ein geeignetes Mittel, die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe besser zu verstehen und darüber hinaus Presseaufmerksamkeit zu erzielen und Leads zu generieren. Angesichts der Vielzahl an Zahlenproduzenten ist es kein Wunder, dass die Fachpresse prall gefüllt ist mit aktuellen Statistiken. Wer sich von diesem reichhaltigen Buffet bedienen will, der sollte jedoch auf die Zutaten achten. Weiter… »
Weniger laut und bombastisch, sondern eher dezent und schlicht gaben sich viele Anbieter auf der CeBIT in diesem Jahr – zumindest diejenigen im Geschäftskundensegment. Nicht mehr schrilles Branding stand im Mittelpunkt, sondern vielmehr Themen und Inhalte. Dieser erste Eindruck wurde uns auch in zahlreichen Gesprächen bestätigt: Weniger Gedränge, dafür mehr qualifizierte Termine – lautete das Credo vieler Aussteller.
Das alles umspannende Thema der CeBIT 2007 wurde sehr gut durch das Brautpaar versinnbildlicht, das eng umschlungen über das Ausstellungsgelände wanderte. Es verkündete auf magenta-farbenen Schildern: “Wir wollen niemals auseinandergehn” – Sie: TK, Er: IT. Tatsächlich war das Zusammenwachsen von IT und TK das übergreifende Thema der Messe. Weiter… »
Wer hätte noch vor 5 Jahren gedacht, dass Microsoft neben Textverarbeitung und Tabellenkalkulation einmal Telefonie anbieten würde. Nun hat das Unternehmen aus Redmond Lösungen angekündigt, mit deren Hilfe IP-basierte Telefonate über Outlook, das Sharepoint-Webportal und weitere Office-Anwendungen initiiert werden können. Die Verwunderung relativiert sich jedoch, wenn man bedenkt, dass der IT-Riese immer dort zu finden ist, wo Geld ausgegeben wird. Und bei VoIP sind Unternehmen nicht nur interessiert, sondern auch investitionsfreudig. So hatten laut einer von Berlecon Research durchgeführten Umfrage in 2006 bereits mehr als ein Drittel der deutschen Unternehmen eine VoIP-Lösung im Einsatz. Ein weiteres knappes Drittel plante den Einsatz einer entsprechenden Lösung.
Der Nachfrage steht ein äußerst vielschichtiges Angebot gegenüber. Denn das Zusammenwachsen von Sprache und Datenanwendungen zu einer integrierten Lösung führt auch zu einer deutlichen Ausweitung des Anbietermarkts. So tummeln sich dort als Folge der Konvergenz sowohl Anbieter aus dem TK-Umfeld als auch IT-Spezialisten mit jeweils unterschiedlichen Angebotsschwerpunkten und Kompetenzen. Weiter… »
Die Logik der Globalisierung in der IT-Services-Welt scheint auf den ersten Blick sehr einfach. Die weltweite Verbreitung des Internet sorgt dafür, dass Informationen fast zum Nulltarif ausgetauscht werden. IT-Services, bei denen Austausch und Aufbereitung von Informationen im Mittelpunkt stehen, werden damit weltweit handelbar. Und wenn die Kosten für den Informationsaustausch keine Rolle mehr spielen – so die Idee – dann werden die Lohnkosten zum Nonplusultra im nun weltweiten Wettbewerb der IT-Services-Branche.
Zweistellige Wachstumsraten indischer IT-Konzerne und millionenschwere Investitionsprogramme globaler Player in Indien, China und anderswo scheinen diese einfache Logik zu bestätigen. Sie zeigt sich auch in den Präsentationen führender IT-Dienstleister, die heute kaum noch ohne die obligatorischen Landkarten mit roten und grünen Sternchen in Mumbai, Krakow oder Sao Paulo auskommen. “Global Delivery” heißt das Zauberwort, welches je nach Standpunkt des Betrachters für Pioniergeist im 21. Jahrhundert oder ein neues Bedrohungsszenario für die westliche Welt steht. Weiter… »