Am 16. Juli findet in Räumlichkeiten von Siemens Enterprise Communications das nächste Treffen des Arbeitskreises Unified Communications statt. Laut Einladung ist das Thema “Wie lässt sich UC im Unternehmen nutzen?”. Wie bei den ersten beiden Sitzungen werde ich wieder dabei sein und freue mich auf fokussierte Vorträge und Diskussionen.
Update: Aus terminlichen Gründen kann ich leider nicht an dem Treffen teilnehmen.
Für kommende Woche (1. Juli) hat der Lehrstuhl Prof. Picot an der LMU München ein UC-Panel organisiert. Wer interessiert ist, sei herzlich eingeladen. Die Agenda:
16:00 - 16:10 Begrüßung durch Prof. Picot
16:10 - 16:30 UC aus Sicht der Marktanalysten, Philipp Bohn, Berlecon Research
16:30 - 16:50 UC aus Sicht eines globalen IT-Service-Dienstleiters, Matthias Hauf, Dimension Data
16:50 - 17:10 UC aus Sicht des Softwareherstellers, Carolin Diana Müller, Microsoft
17:10 - 17:30 Aktuelle Forschungsfragen, Stefan Taing, LMU München
Ort: Vorlesungssaal HGB A 125 im Hauptgebäude (1. OG).
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Alexandra Ernst (vormals Director Advanced Voice Product Management bei Verizon Business) ist nun im Vorstand von Swyx für die Entwicklung, Markteinführung und das Management von VoIP und Contact Center Produkten auf internationaler Ebene verantwortlich. Vorstandsvorsitzender Günter Junk: “Wie mit dem Aufsichtsrat und den Gesellschaftern abgestimmt, plane ich nach erfolgter Integration von Alexandra Ernst in den Aufsichtsrat zu wechseln.”
Carl Mühlner ist seit dem 1. Juni neuer Geschäftsführer der Damovo-Gruppe Deutschland und Schweiz. Er tritt damit die Nachfolge von Christoph Ferdinand an, der das Unternehmen seit 2002 geleitet hat.
Jeremy Butt leitet ab sofort weltweit Avayas Channel-Strategie und -Programm, das Avayas Kerngeschäftsbereiche Unified Communications und Contact Center weiter vorantreiben wird. Bob Lyons ist mit sofortiger Wirkung für den Geschäftsbereich Contact Center verantwortlich.
Am 18. und 19. Juni hatte Siemens Enterprise Communications zur Analystenkonferenz nach Wien – ins schöne Palais Niederösterreich – geladen. Natürlich war SENs zukünftige Eignerstruktur ein zentrales Thema. Obwohl Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser effektvoll per OpenScape Video hinzugeschaltet wurde, gab es dazu außer den bekannten Commitments keine neuen Hinweise. Man werde sich bei der Identifikation geeigneter Partner weiterhin von den Grundsätzen leiten lassen, die im Brief vom 30. April 2008 gegenüber den Kunden dargelegt wurden. Man befinde sich aber in einer “advanced stage of negotiations”.

Bei der strategischen Entwicklung im Bereich Unified Communications lässt sich SEN von dem (richtigen) Grundsatz leiten, dass kein einzelner Player den UC-Markt dominieren wird. So gehöre der Desktop Microsoft und IBM, eine führende Position in anderen Bereichen sei jedoch möglich. Laut COO Thomas Zimmermann will man im Bereich Voice unter den traditionellen TK-Anbietern “Number 1 in the UC market” werden. Auch mit einer wettbewerbsfähigen Technologie ist dies jedoch noch ein langer Weg, da aus Sicht der Anwender noch viel Marktunsicherheit herrscht (s. etwa unsere Spotlight-Analyse vom 28.05.).
Im Bereich Sprachkommunikation sieht das Unternehmen natürlich zu Recht eine UC-Kernkompetenz – je nach Bedarf des einzelnen Kunden und vor allem mit dem Nachrücken jüngerer Mitarbeiter in die Unternehmen werden Dienste wie beispielsweise Instant Messaging jedoch weiter an Bedeutung gewinnen. Auch mobile, über die bloße Sprachkommunikation hinausgehende Dienste müssen stärker berücksichtigt werden. Als UC-Anbieter sollte SEN daher weitere, im Haus durchaus vorhandene Kompetenzen und Lösungen (etwa in den Bereichen Video oder Mobility) generell stärker kommunizieren.
Sehr positiv ist Siemens “neue Offenheit” im Bereich Marketing aufgefallen. Neue Kundenreferenzen werden offensiv kommuniziert und mit unternehmerischen Erfolgen nicht hinterm Berg gehalten. Auch beim Corporate Design und der Nutzung neuer Medien scheint SEN von den amerikanischen Kollegen gelernt zu haben.
Bei aller amerikanisch geprägten Offenheit und Formsprache sollte jedoch nicht vergessen werden, dass es gerade bei der Vermarktung von Konzepten wie Unified Communications auf die Berücksichtigung regionaler Besonderheiten ankommt. Denn je enger Kommunikation in die Prozesse der Unternehmen integriert wird, umso mehr müssen regionale Besonderheiten bezüglich Organisation und Zusammenarbeit berücksichtigt werden. Die Position als europäisch verankerter ITK-Anbieter ist es wert, noch stärker herausgestellt zu werden.