Wir bewerten das
     Potenzial neuer Technologien

31.7.2008

Kulturelle Probleme bei Alcatel-Lucent ungelöst

Verfasst von Philipp Bohn am 31.07.2008, 23:39 | Mobility & Business Communications

Diese Woche haben Pat Russo und Serge Tchuruk – Alcatel-Lucents amerikanisch-französische Doppelspitze – ihren Rücktritt angekündigt. Fragt sich, wer ihre Nachfolge antreten und kulturelle Differenzen überbrücken kann: “If you’re a CEO type who thinks you can bridge a U.S.-France cultural divide, manage a multinational and can catch Cisco go for it” (ZDNet).

Eine konkrete Nachfolgeempfehlung gibt der Autor eines Artikels im aktuellen Economist: “Things might run more smoothly with a few new directors who are neither American nor French. The same goes for the new chief executive. One name being touted is Ben Verwaayen, the former boss of BT. He is respected in the industry, used to work at Lucent — and is Dutch.”

Auch für das frisch verkündete Joint Venture zwischen Siemens Enterprise Communications und der amerikanischen Gores Group ist ein Verständnis für die unterschiedlichen Unternehmenskulturen sicherlich ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

23.7.2008

Twitter im Analystenalltag

Verfasst von Philipp Bohn am 23.07.2008, 16:21 | IT, Internet & Innovation | Mobility & Business Communications

Der Onlinedienst Twitter ist einfach: Man richtet einen Account ein und verfasst auf 140 Zeichen beschränkte Kurznachrichten. Diese im SMS-Stil gehaltenen Nachrichten werden online angezeigt und können von den persönlichen Kontakten gelesen werden. Die Tagline: “What are you doing?”.

Wie alle Kommunikationstechnologien kann Twitter ein Produktivitätskiller sein oder sinnvoll eingesetzt werden. Meiner Meinung nach sollten sich Analysten und ITK-Anbieter mit Twitter auseinandersetzen. Denn unter folgenden zwei Voraussetzungen ermöglicht Twitter eine zwanglose aber doch informative Vernetzung mit wichtigen Akteuren der eigenen Branche:

Keine wahllose Kontaktaufnahme Um einen sinnvollen und fokussierten Austausch zu ermöglichen, sollten in erster Linie Kontakte in den für die eigene Arbeit relevanten Bereichen eingegangen werden – d.h. vor allem andere Analysten, AR-/PR-Professionals und fachliche Spezialisten der ITK-Anbieter. Diese Kontakte sollten in den vom Analysten abgedeckten technischen Bereichen tätig sein.

Fokussierte Informationen Besonders kommunikative Nutzer teilen gerne mit, wo sie gerade sind, was sie essen und welchen Film sie abends schauen werden. Das mag bei persönlichen Kontakten interessant sein und muss natürlich nicht komplett ausgeschlossen werden. Trotzdem sollte man sich anschauen, ob der potenzielle Twitter-Kontakt in der Vergangenheit für die eigene Arbeit relevante Inhalte gepostet hat.

Was erwarte ich als Analyst von meinen Kontakten? Vor allem Hinweise auf

  • aktuell und künftig bearbeitete Themen
  • spannende Researchergebnisse
  • interessante Fachartikel
  • relevante Produktinformationen
  • Events
  • und natürlich Gerüchte aus der Szene.
  • 18.7.2008

    “Generation UC” im Vertrieb bei Siemens

    Verfasst von Philipp Bohn am 18.07.2008, 16:48 | Mobility & Business Communications

    Wie einer aktuellen Pressemitteilung zu entnehmen ist, will Siemens Enterprise Communications “mit der Initiative ‘JuniorSales 100′ gemeinsam mit seinen deutschen Vertriebspartnern 100 junge Vertriebstalente für den Wachstumsmarkt Unified Communications ausbilden.”

    Dies ist nicht nur für den Arbeitsmarkt, sondern ebenso für den UC-Markt eine interessante Nachricht. Denn um als UC-Anbieter erfolgreich zu sein, kommt es nicht nur auf die geeignete Technologie und Marketingstrategie an. Ebenso wichtig ist es, die Vertriebsmitarbeiter beim Verkauf von UC-Lösungen zu unterstützen.

    Dabei sind einige Herausforderungen zu bewältigen: Während IT- und TK-Vertriebskanäle traditionell wenig Berührungspunkte hatten, müssen nun komplementäre technische Kenntnisse aufgebaut werden. So ist ein Vertriebler aus der klassischen Telekommunikation vielleicht nicht mit der Netzinfrastruktur einer VoIP- oder UC-Lösung vertraut. Umgekehrt kommt es im IT-Vertrieb darauf an, ein Gespür für die hohen Anforderungen der Kunden hinsichtlich Dienstqualität und -verfügbarkeit zu entwickeln.

    Bei dem umfangreichen Technikwissen hört es nicht auf. Denn UC-Lösungen müssen prozessorientiert verkauft werden. Der Vertriebler sollte sich also in die Prozesse und branchenspezifische Herausforderungen seines Kunden hineindenken und darauf aufbauend beraten können.

    Die 100 Siemens-Junioren erwartet sicherlich ein straffer Stundenplan, denn dies sind nur zwei der Herausforderungen im UC-Vertrieb. Ist ihre Ausbildung auf diese Herausforderungen ausgerichtet, können sie sich aber auch zu einer neuen Vertriebsgeneration zählen.

    17.7.2008

    Das iPhone im Unternehmenseinsatz - Kann sich die Stilikone gegen die Platzhirsche behaupten?

    Verfasst von admin am 17.07.2008, 10:04 | IT, Internet & Innovation | Mobility & Business Communications

    Apple hat lange die Werbetrommel gerührt und offeriert seit dem 11. Juli sein iPhone 3G und die Firmware Version 2.0. Ausgestattet mit neuen Businessfunktionen und einem Hauch Exklusivität versucht Apple im Geschäftskundenumfeld zu punkten. Sicher hat Apple mit dem iPhone und seinem revolutionären Bedienkonzept die alteingesessenen Hersteller wachgerüttelt. Der Erfolg bei den Kunden durch die Interaktion über Gestik, die benutzerzentrierte Bedienlogik, das Design und die schnellen Reaktionszeiten sind für die etablierten Handyhersteller endlich ein Ansporn, ihre teilweise nicht sehr benutzerfreundlichen Konzepte zu überarbeiten. Weiter… »

    16.7.2008

    arvato einer der ersten Microsoft-Nortel-Kunden in Deutschland

    Verfasst von Philipp Bohn am 16.07.2008, 13:33 | Mobility & Business Communications

    Laut Pressemitteilung von Nortel wurde bei arvato systems eine der ersten deutschen UC-Installationen der “Innovative Communications Alliance” (ICA) abgeschlossen. Bei der ICA handelt sich um eine strategische Kooperation, die Microsoft und Nortel 2006 zur gemeinsamen Produktentwicklung, Vertrieb und Marketing sowie Systemintegration im Bereich UC eingegangen sind. arvato systems ist als globale Dienstleistungstochter von Bertelsmann vor allem in den Bereichen CRM und Supply Chain Management tätig.

    Rainer Flöttmann, Product Manager Unified Communications & Mobile Business Solutions bei arvato systems, illustriert in unserer für Damovo, Microsoft und Nortel durchgeführten Studie “Wettbewerbsvorteil effiziente Kommunikation” beispielhaft, wie der Dienstleister die UC-Lösung prozessorientiert einsetzt:

    “Viele unserer Projekte führen wir für global aufgestellte Kunden durch. Um weltweiten Support rund um die Uhr leisten zu können, haben wir in mehreren Zeitzonen entsprechende Service- und Callcenter eingerichtet. UC-Funktionen wie Instant Messaging verbunden mit Präsenzstatus machen die Koordination unserer weltweiten Serviceinfrastruktur wesentlich effizienter.”

    15.7.2008

    Transparenz durch Web 2.0

    Verfasst von Philipp Bohn am 15.07.2008, 18:19 | Digital Consumer & Marketing | Mobility & Business Communications

    Sicherlich wissen die meisten Leser, womit wir uns bei Berlecon im Bereich Kommunikationstechnologie beschäftigen: Grob zusammengefasst sind das die Themen VoIP, Unified Communications und Mobility. Wer es etwas genauer wissen will, kann sich die Tag-Cloud unten anschauen. Erstellt habe ich sie mit der Webanwendung Wordle. Dieser Dienst generiert automatisch Schlagwortwolken auf der Grundlage von Blogs, Webseiten und allem, was eine RSS-Adresse besitzt.

    Photobucket

    In diesem Fall handelt es sich um die Auswertung meiner Linksammlung, die ich beim Social-Bookmarking-Service spurl! angelegt habe.

    Via carterlusher.

    9.7.2008

    Atos Origin nutzt SAP Business Communications Management

    Verfasst von Philipp Bohn am 09.07.2008, 17:43 | Mobility & Business Communications

    Bislang war SAP eher auf leisen Sohlen in Richtung Unified Communications. Im Gegensatz zu Softwareanbietern wie Microsoft und IBM zeigt sich die SAP-Führung bei öffentlichen Vorträgen oder Interviews zurückhaltend, was die Integration von Kommunikationsfunktionen in ihre Anwendungen angeht.

    Dabei ist Kommunikation eine Wachstumsmöglichkeit für die Walldorfer – darauf weisen Ergebnisse unserer aktuellen Studie “Wettbewerbsfaktor effiziente Kommunikation” hin. So halten 40% der Einkaufs- und Vertriebsmanager in deutschen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern eine Integration von Kommunikationsfunktionalitäten in Prozessanwendungen für (sehr) sinnvoll. Schließlich ist eine Verbesserung der Prozesseffizienz ein zentrales UC-Wertversprechen.

    Der IT-Dienstleister Atos Origin scheint vom Mehrwert einer ITK-Integration im CRM-Bereich nicht nur überzeugt, sondern hat sie bereits umgesetzt. Mit Hilfe von SAP Business Communications Management (BCM) will das Unternehmen laut Pressemitteilung “internes Know-how besser nutzbar machen, die Gesamtbetriebskosten reduzieren und die Geschäftsabläufe von Marketing, Vertrieb und Service optimieren”. Mit ersten größeren Project Wins und vor allem ihrer Veröffentlichung wird SAPs UC-Engagement schon etwas wahrnehmbarer – auf nächste Schritte kann man gespannt sein.

    7.7.2008

    Avaya-Analystenkonferenz 2008

    Verfasst von Philipp Bohn am 07.07.2008, 16:59 | Mobility & Business Communications

    Am 4. und 5. Juni hatte Avaya zur EMEA-Analystenkonferenz eingeladen. Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Veranstaltung war die besondere Stellung der deutschen Tochter als Folge der Tenovis-Übernahme 2004.

    Stellvertretend für Geschäftsführer Jürgen Gallmann ging Oliver Lohfert als Sen. Director Business Planning and Operations näher auf die Ausrichtung der deutschen Tochter ein. Ein aus meiner Sicht zentraler Punkt: Avaya Deutschland ist innerhalb der Konzernstruktur eine eigenständige Region mit 4000 Mitarbeitern und vor allem einer direkten Berichtslinie zur US-Zentrale. Oft stellt die EMEA-Zentrale bei internationalen ITK-Anbietern eine Zwischenebene dar, die hier wegfällt.

    Wie ich unter anderem in der letzten Spotlight-Analyse dargestellt hatte, kommt es bei Marketing und Vertrieb von Unified-Communications-Lösungen auf die Berücksichtigung lokaler Besonderheiten an. Wichtig ist nun, die Bewegungsfreiheit der deutschen GmbH noch stärker für eine lokal ausgerichtete Ansprache der Anwender und damit als möglichen Wettbewerbsvorteil zu nutzen.

    3.7.2008

    Instant Messaging und Präsenzanzeige - In Deutschland noch Stiefkinder

    Verfasst von Philipp Bohn am 03.07.2008, 16:42 | Mobility & Business Communications

    Viele ITK-Anbieter vermarkten Präsenzanzeige und Instant Messaging (IM) regelmäßig als elementare Bestandteile ihrer Unified-Communications-Lösungen – technisch durchaus zu Recht. Denn der Präsenzstatus zeigt an, wann welche Ansprechpartner über welchen Kommunikationskanäle einer UC-Suite erreichbar sind. Die Reaktionen der Anwender fallen in Deutschland jedoch regelmäßig sehr verhalten aus: Besteht nicht die Gefahr der ständigen Kontrolle der Mitarbeiter? Darf ich meinen Präsenzstatus auf “abwesend” stellen, obwohl ich eigentlich am Platz bin? Ich will nicht permanent für Kollegen und Chef erreichbar sein. “Chats” halten von der Arbeit ab. Weiter… »

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