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     Potenzial neuer Technologien

9.8.2008

Ulrich Becks schöne neue Arbeitswelt

Verfasst von Philipp Bohn am 09.08.2008, 12:05 | IT, Internet & Innovation | Mobility & Business Communications

In seinem Buch “Schöne neue Arbeitswelt” beschreibt der Soziologe Ulrich Beck den Wandel von der Industrie- zur Wissens- und Informationsgesellschaft. Er schreibt dort:

Die globale Welt beruht auf der Kapazität, Entfernungen zu töten und in Realzeit einen fragmentierten Arbeitsprozess in planetarischer Einheit zu organisieren.

Wirtschaftliche Prozesse verlieren ihre eindeutige Ortsfixierung. Damit entfällt eine scheinbar unaufhebbare Prämisse des industriegesellschaftlichen Systems, nämlich die Notwendigkeit, an einem bestimmten Ort zusammenzuarbeiten.

Investitionsort, Produktionsort, Steuerort und Wohnort können voneinander abgekoppelt gewählt werden.

Zwar ist solche soziologische Prosa für Analysten, CIOs und Verantwortliche bei den Technologieanbietern ungewohnt. Auch ist der Blick sicherlich aus 10.000 Metern Flughöhe auf die Realität in den einzelnen Unternehmen gerichtet. ITK-Entscheider sollten die Implikationen solcher Szenarien für die eigene Organisation und die künftig eingesetzten Kommunikationstechnologien jedoch einmal durchspielen.

Denn IP-basierte Kommunikationstechnologien wie VoIP oder Instant Messaging sowie verbundene Dienste wie Präsenzanzeige können helfen, die Produktivität der Teilnehmer an einer immer weiter “fragmentierten und globalisierten Erwerbsgesellschaft” (Beck) zu steigern. Auf der Grundlage herkömmlicher, teilweise im Industriezeitalter entwickelter Technologien wie Telefon und sogar E-Mail wird eine Produktivitätssteigerung in der “Wissensökonomie” immer schwieriger werden.

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