Die chinesischen TK-Ausrüster Huawei und H3C bauen ihre Präsenz in Europa und Deutschland weiter aus. So konnte der Netzausrüster Huawei offenbar gegen etablierte Konkurrenten wie Alcatel-Lucent, Ericsson und Nokia Siemens Networks punkten. Zhou Ming Cheng, Huaweis Marketingleiter für den europäischen Markt, weist in der Financial Times auf ein Umsatzvolumen von 2 Milliarden Dollar für das Jahr 2007 hin – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ($770m).
Darüber hinaus hat Huawei letzte Woche ein Test- und Demo-Center in Darmstadt eröffnet. „Mit der Eröffnung unseres neuen Innovations- und Demo-Centers bekräftigen wir unser langfristiges Engagement im deutschen Markt”, so Haifeng Ling, Huaweis VP European Region, in der ntz.
H3C – ein Joint Venture von Huawei und 3Com – hatte sich kurzfristig für eine Messepräsenz auf der diesjährigen CeBIT entschieden. Das Unternehmen bietet IP-basierte Lösungen für Unternehmen in den Bereichen Netzwerk, Sicherheit, Storage und Überwachung an. Einer der hauptsächlichen Konkurrenten ist damit sicherlich Cisco.
Bei einem Gespräch während der CeBIT wies Chen Wang, VP Business Development bei H3C, auf einen interessanten Vorteil des Anbieters hin: Gerade bei Remote Managed Services könne man Kostenvorteile des Heimatlandes China an die Kunden weitergeben.
Bei den CIOs ist der Kostendruck bei Anschaffung und Betrieb neuer ITK-Lösungen hoch. Bevor sie ihre Infrastruktur von China aus betreuen lassen, muss aber sicherlich noch einiges Vertrauen aufgebaut werden. Der schon jetzt immense Wettbewerbsdruck auf dem ITK-Anbietermarkt wird durch das Engagement der beiden chinesischen Anbieter aber sicherlich weiter steigen.

