Um weitgehende Integrationsfähigkeit in die bestehende ITK-Infrastruktur und in die Lösungen unterschiedlicher Anbieter zu gewährleisten, sollte UC so weit möglich auf offenen Standards basieren. Während Siemens Enterprise Communications schon seit einiger Zeit dem Leitmotiv “Open Communications” folgt, öffnen sich auch die UC-Anbieter Cisco und Nortel.
Das Streben nach technologischer Offenheit spiegelt sich in der Übernahmestrategie der beiden Unternehmen wider. So hat Nortel im August den UC-Software-Anbieter Pingtel übernommen, mit dem bis dahin ein OEM-Abkommen bestand. In der Pressemitteilung heißt es dazu:
Over a year ago Nortel joined the open source community established by SIPfoundry as an active contributor to the sipXecs open source project (led by Pingtel Corp), providing more than 300 new applications and features to date. The acquisition of Pingtel Corp by Nortel will further accelerate the development of a global open source ecosystem and reinforce Nortel’s direction and leadership in the development of interoperable and open unified communications solutions.
Auch Cisco bewegt sich teilweise in Richtung Open Source. Der Netzwerkspezialist will durch die Übernahme von Unternehmen wie WebEx, PostPath sowie jüngst Jabber stärker auf den Desktop der Anwender vordringen. Wie Cisco in der Mitteilung betont, ist Jabber in der Open Source Community verankert:
Jabber’s technology leverages open standards to provide a highly scalable architecture that supports the aggregation of presence information across different devices, users and applications. The technology also enables collaboration across many different presence systems such as Microsoft Office Communications Server, IBM Sametime, AOL AIM, Google and Yahoo!.
Gerade die systemübergreifende Presence-Federation ist für die Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg ein Mehrwert. Hier sollten die verschiedenen Technologieanbieter noch intensiver kooperieren und dabei auf Offenheit setzen.

